| Verglichen mit seinen berühmten Vorgängern Emil Tischbein, Jim Knopf oder Bastian Balthasar Bux ist Harry Potter ein echter Multimedia-Profi. Kaum hat die allgemeine Hysterie um den vierten Band der Roman-Serie ein wenig nachgelassen, da macht sich bereits ekstatische Vorfreude auf die erste Leinwand-Adaption breit, die Ende November in die Kinos kommt.
Überflüssig zu erwähnen, dass der entsprechende Soundtrack bereits in den Plattenläden liegt und die Doppel-CD nicht nur einen musikalischen Vorgeschmack auf den Film bietet, sondern natürlich auch zwei game previews, screen saver, diverse Trailer und eine Poster-Gallerie enthält.
Für Harry Potter-Fans ist dieses Album deshalb ganz sicher das, was es unter rein musikalischen Aspekten definitiv nicht wäre: nämlich unentbehrlich.
Wer sich die Partitur von Soundtrack-Gura John Williams "nüchtern" zu Gemüte führt, steht vor der schier unlösbaren Frage, wie es möglich ist, dass sich ein Komponist jahrzehntelang keinen halben Meter weiterentwickelt. Irgendwann müßte doch gerade ein erfolgsverwöhnter Tonsetzer auf den Gedanken kommen, dass die permanenten Anleihen bei wirklich großen Komponisten wie Mendelssohn, Wagner, Debussy, Strawinsky oder Schostakowitsch nicht gerade für die eigene Originalität sprechen. Vor allem dann nicht, wenn diese Anleihen zu einer schleimigen Mixtur verwoben und obendrein noch mit Huuh-Huuh-Huuh-Chören unterlegt werden.
Aber JW kommt nicht auf diesen Gedanken, und der Erfolg wird ihm auch dieses Mal wieder recht geben!
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