Suche swo.de home > - Bücher und klassische Töne im SWO | Kunstportal Baden-Württemberg - Musikkritik
NEWSLETTER KONTAKT/IMPRESSUM SITEMAP
Web
  
        BILDENDE KUNST
        AKTUELLE AUSSTELLUNGEN
        KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER
         
        MUSEEN
        ZKM KARLSRUHE
        MUSEUM RITTER WALDENBUCH
        MUSEUM IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        STAATLICHE KUNSTHALLE KARLSRUHE
        MUSEUM WÜRTH KÜNZELSAU
        WEITERE MUSEEN
         
        STÄDTISCHE GALERIEN
        STÄDTISCHE GALERIE KARLSRUHE
        FRUCHTHALLE RASTATT
        GALERIE IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        ULMER MUSEUM
        WEITERE STÄDTISCHE GALERIEN
         
        VERSCHIEDENE KUNSTINSTITUTIONEN
        ART KARLSRUHE 2012
        MESSE EUNIQUE 2012
        ZKM-MUSEUMSKOMMUNIKATION
        BBK KARLSRUHE
 
       KULTURREDAKTION
       KÜNSTLERINNEN und KÜNSTLER
       KULTURTIPPS PROF ULI ROTHFUSS
       FILMBOARD KARLSRUHE e.V.
       DR. THORSTEN STEGEMANN
       THEATER: CHRISTIAN TEPE
       HARALD SCHWIERS
       VIOLA EIGENBRODT
       KUNSTBÜCHER
        
Stegemann Musikkritik 44

Thorsten Stegemann in der Virtuellen Kulturregion

Achim Reichel: Wilder Wassermann

Wer Achim Reichel nach den Textern seines neuesten Albums fragt, bekommt seltsame Antworten. Heinrich Heine steuerte ein paar Zeilen bei, Theodor Storm und Eduard Mörike waren mit von der Partie, und selbst der Geheime Rat von Goethe hat sich nicht lumpen lassen.

Für das Urgestein der deutschen Rockmusik ist das nichts Ungewöhnliches, denn Reichel hatte schon Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre mehr oder weniger erfolgreich versucht, "klassische" und zeitgenössische Literatur auf seine ganz spezielle Art zu vertonen. Mehr oder weniger erfolgreich war denn auch die aktuelle Folk-Rock-Variation berühmter Mythen und Balladen. Während Heines "Loreley" oder Mörikes "Geister vom See" durch Reichels Schnodderstimme keinen erkennbaren Schaden leiden, klingen Heines "Belsazar" oder Goethes "Erlkönig" unfreiwillig komisch, weil es Reichel hier nicht mal ansatzweise gelingt, den breiten Ausdrucksspielraum der Textvorlagen musikalisch adäquat umzusetzen. Beim "wilden Wassermann", dem "Nöck" oder der "Ballade vom Reichtum und der Not" sieht das schon wieder ganz anders aus.

In solchen Fällen hat eine Programmierfunktion am CD-Player entscheidende Vorteile. Dass ihre Benutzung gleichwohl nicht empfohlen werden kann, hängt mit der überaus faszinierenden Instrumentierung des "wilden Wassermanns" zusammen. Allein Achim Reichel spielt im Verlauf der 12 Stücke sämtliche Gitarren, ein türkisches 12-String-Banjo, eine portugiesische 12-String-Laute, eine Hamburger Waldzitter, ein indisches Harmonium, Melodica und E-Piano. Was er mit diesen und seine Combo darüber hinaus noch mit vielen anderen Instrumenten anstellt, ist absolut hörenswert und außerdem geeignet, über die eine oder andere schwache Vertonung hinwegzutrösten.

Achim Reichel: Wilder Wassermann, WEA

bei amazon.de bestellen

zurück zur Übersicht bitte

Seite weiter empfehlen
KOOPERATIONS-
PARTNER:
 
 SWO-
  DIENSTLEISTUNGEN
 AKTUELLES




Begegnung
SWO Künstlerinnenporträt über über Marie Madeleine Noiseux

Werben für Kunst-Ausstellungen im SWO | Kunstportal-BW


Kunst für junge Leute
Neuer SWO-Service

SWO-Kunst (daten-) Bank
Alle relevanten Kunst-Ausstellungen in Baden-Württemberg

Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.
Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.