| Es dauerte fast dreißig Jahre, bis 1971 die erste Ausstellung mit restaurierten Bildern aus dem Nachlass des Malers veranstaltet wurde. Allerdings fand der Gedanke, dass man vielleicht sogar stolz sein könne, „sich Vaterstadt Nussbaums nennen zu dürfen“, nun eifrige Befürworter. Seit Stararchitekt Daniel Libeskind Osnabrück mit dem 1998 eröffneten Felix-Nussbaum-Haus ein neues, vielbeachtetes Wahrzeichen bescherte, gehört der Maler endgültig zu den wichtigsten Imageträgern der selbsternannten Friedensstadt.
Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip scheint manchmal selbst ganz erstaunt zu sein, „wie gut sich die Elemente der ´Friedensstadt´ zueinander fügen.“ Das sieht auch Kultusdezernent Reinhard Sliwka so, für den gerade Nussbaum „ein ganz wichtiger Baustein“ im Rahmen der Osnabrücker Selbstdarstellung ist. Rückschläge wie die schnöde Ablehnung der Bewerbung um die „Kulturhauptstadt Europas 2010“, die gar nicht über die niedersächsische Vorauswahl hinauskam, stecken die Betroffenen tapfer weg. Schließlich bietet der 100. Geburtstag des nun mehrfach erwähnten Malers schon wieder ausreichend Gelegenheit, den großen Sohn mitsamt seiner nicht ganz so großen Stadt in den Mittelpunkt zahlreicher kultureller Aktivitäten zu stellen.
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