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“ Gute Laune im Irrenhaus!“ Das Musiktheater im Revier lädt zu einer begeisternden Rossini-Reise nach Reims einWenn ein Dutzend vornehmer Europäer in Folge akuten Pferdemangels eine Kaiserkrönung verpasst, ist das noch nicht weiter bemerkenswert. Wenn aber ein Gioacchino Rossini nahezu die Gesamtheit seines musikalischen Genies an dieses Nichts von Handlung verschwendet, sieht die Sache anders aus. Und wenn dann noch einem Regisseur namens Andreas Baesler brillante Einfälle zu Gebote stehen, wie aus dem Ganzen ein begeisterndes Stück Musiktheater gemacht werden kann, haben wir es mit einer dieser oft zitierten, aber selten erlebten Sternstunden zu tun.
Baesler verlegt die Handlung vom „Hotel zur Goldenen Lilie“ in ein Irrenhaus seiner Wahl und schaltet damit die möglicherweise einzige Schwachstelle dieses Meisterwerkes aus. Denn schließlich wird in der „Reise nach Reims“ nicht gereist, sondern über zwei Stunden lang eine gigantische Nabelschau betrieben, deren restlos bizarrer Charakter eine unmittelbare Nähe zum absurden Theater aufdrängen würde, wenn selbiges nicht erst im folgenden Jahrhundert erfunden worden wäre.
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