| Zwischen zwei Filmen gehe es ihm immer besonders schlecht, bekannte Tim Roth einmal. Wenn er nicht vor der Kamera stehe, habe er stets Angst davor, nie wieder Arbeit zu bekommen. Ob es sich dabei um einen ganz persönlichen Alptraum oder – wie Roth selbst glaubt – um eine „typisch englische Angewohnheit“ handelt, kann in seinem speziellen Fall dahingestellt bleiben. Denn die Furcht vor plötzlicher Arbeitslosigkeit ist bei einem der charismatischsten und meist beschäftigen Schauspieler der Gegenwart durchaus unbegründet.
Davon abgesehen bleibt zwischen seinen neuesten Filmen kaum genug Zeit, um entsprechende Phobien auszubilden. Der packende Auftritt in „Funny Games U.S.“ liegt erst wenige Wochen zurück, da kommt schon das Action-Spektakel „Der unglaubliche Hulk“ in die Kinos, in dem Roth das boshafte Phantasy-Monster „Abominable“ spielt. Zeitgleich startet Francis Ford Coppolas melancholisches Drama „Jugend ohne Jugend“, das den oft mürrisch und introvertiert wirkenden Schauspieler vor völlig neue Herausforderungen stellte. Denn in Altmeister Coppola, der noch immer ein strenges Regiment führt, fand auch Roth seinen Meister, wie er nach Abschluss der Dreharbeiten freimütig zugab: „Jeder Tag ist ein Freitag, man fühlt sich als hätte man eine ganze Woche gearbeitet. Coppola ist unerschrocken, wirklich völlig unerschrocken!“ In der Adaption des Romans von Mircea Eliade, in der auch Alexandra Maria Lara und Bruno Ganz zu sehen sind, verkörpert Roth den 70-jährigen Sprachforscher Dominic Matei, der eines Tages von einem Blitz getroffen wird. Als Matei im Krankenhaus erwacht, ist er um Jahrzehnte verjüngt und versucht nun, frühere Fehlentscheidungen zu korrigieren und sein Leben noch einmal neu zu ordnen.
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |