| Dass sich Tim Roth dem Kinopublikum am gleichen Tag mit einer feinsinnigen poetischen Parabel und einem knallbunten Kassenschlager vorstellt, ist sicher Zufall, zeigt aber auch die große Bandbreite, die sich der Schauspieler seit den frühen 80er Jahren angeeignet hat. Damals sammelte der 1961 in London geborene Sohn eines Journalisten und einer malenden Lehrerin, der am Camberwell College of Art eigentlich Bildhauerei studieren wollte, erste Bühnenerfahrungen. Außerdem stand er bereits für Genreperlen wie „Made In Britain“ oder „The Hit“ vor der Kamera.
Ohne eine reguläre Schauspielausbildung genossen zu haben, sorgte er in Peter Greenaways „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“ (1989), Robert Altmans „Vincent und Theo“ (1990) und Tom Stoppards „Rosenkranz & Güldenstern“ (1991) für internationale Aufmerksamkeit, bevor ihm Quentin Tarantino endgültig zum Durchbruch verhalf. Die schräge Regielegende engagierte Roth nicht nur für sein Leinwanddebüt „Reservoir Dogs“ (1992), sondern auch für den Kultstreifen „Pulp Fiction“ (1994) und den Episodenfilm „Four Rooms“ (1995). Derzeit spekulieren Branchenkenner über eine Neuauflage der Zusammenarbeit, doch ob der Schauspieler tatsächlich in Tarantinos „Inglorious Bastards“ zu sehen sein wird, ist offenbar noch nicht entschieden. „Ich habe darüber mit Quentin schon vor sehr langer Zeit gesprochen, wir werden mal sehen, was draus wird. Ich hoffe natürlich, dass es wirklich klappt“, gab Roth vor kurzem zu Protokoll.
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