| Dass Sarah Jessica Parker mit ihrem gefilmten alter ego, das ihr vier Golden Globes, einen Emmy und möglicherweise die größte Manolo-Blahnik-Schuhsammlung der Welt bescherte, wenig gemeinsam hat, ist seit langem bekannt. Das freizügige Outfit, mit dem Carrie Bradshaw auf Themenjagd geht, findet Parker schlicht „unglaublich“, und auch in puncto Lebensgestaltung, entdeckt die Schauspielerin, die seit 1997 mit Matthew Broderick verheiratet und Mutter des fünfjährigen James Wilke ist, keinerlei Entsprechungen: „Privat bin ich ein absoluter Familienmensch, mit Carrie habe ich eigentlich nur den Schuhtick gemeinsam.“ Trotzdem spielt sie auch nach Drehschluss gern mit ihrer berühmten Rolle – in der Hoffnung, von den für sie wichtigen Menschen auch richtig verstanden zu werden: „Meinen Freunden sage ich immer: Verheiratet zu sein, ist eigentlich ziemlich langweilig. Aber das ist nur Spaß, damit sich die Singles besser fühlen.”
Die Frage, was aus der am 25. März 1965 in Nelsonville, Ohio, geborenen Schauspielerin ohne „Sex and the City“ geworden wäre, ist müßig und dennoch reizvoll. Denn Sarah Jessica Parker verfügte schon in jungen Jahren über ungewöhnlich viele Begabungen. Sie wuchs in Cincinnati auf, genoss eine hervorragende Ausbildung an der American Ballet School und der Professional Children's School und stand bereits als Achtjährige zum ersten Mal vor der Kamera.
Später trat sie mit einigen ihrer insgesamt sieben Geschwister in verschiedenen Musicals auf, versuchte sich an der Metropolitan Opera in Opernklassikern wie „Hänsel und Gretel“ oder „Cavalleria Rusticana“ und kehrte schließlich auf den Bildschirm zurück. Nachdem sie einige mittlerweile weitgehend vergessene Serien wie “Square Pegs” oder „A Year In The Life“ aufgewertet hatte, mehrten sich auch die Filmangebote, die zunehmend Format gewannen.
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