| Aus Anlass ihres 200. Todestages am 18. Februar 2007 ist bei Reclam Leipzig eine Biografie von Armin Strohmeyr erschienen, welche die wechselnden Lebensstationen der La Roche und das weitgespannte Netz ihrer Verbindungen nachzeichnet. Viel Neues war von dieser Bestandsaufnahme nicht zu erwarten, und so konzentriert sich der Autor vor allem auf die optimale Vermittlung der hier und da offenbar als sperrig empfundenen Ereignisse.
Durch die Weglassung von Fußnoten und Personenregistern lässt sich die Anzahl der potenziellen Leser freilich nicht unbedingt erhöhen. Strohmeyr hätte deshalb gut daran getan, sich intensiver mit einer kulturgeschichtlichen Einordnung und der eventuellen Aktualität von Leben und Werk auseinander zu setzen. Stattdessen wird nur das „Fräulein von Sternheim“ einer ausführlichen Betrachtung unterzogen, alle anderen Arbeiten, auch große Romane wie „Rosalie und Cleberg auf dem Lande“ (1791) oder „Erscheinungen am See Oneida“ (1798), finden nur am Rande Erwähnung und können so kaum neues Interesse für ihre Autorin wecken. Als schwungvolle Einstiegslektüre ist die Monografie gleichwohl geeignet, zumal sie eine Auswahlbibliografie mit weiterführenden Literaturangaben enthält.
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