| Das gilt erst recht für Tukurs eindrucksvolle Filmkarriere, die in diesem Jahr gleich mehrere Fortsetzungen findet. Ende Juli kommt zunächst „42plus“ in die Kinos, eine giftige Beziehungskomödie von Sabine Derflinger, die mit Claudia Michelsen, Petra Morzé, Tobias Moretti und Jacob Matschenz hochkarätig besetzt ist. Tukur spielt hier einen viel beschäftigten Arzt, für den das berufliche Fortkommen seit Jahren an erster Stelle steht. Ehefrau Christine hat sich derweil einen funktionalen Hausfreund zugelegt und verliebt sich im Urlaub obendrein in einen jugendlichen Tramper.
Was nach leichter Sommerkomödie klingt, hat bei näherem Hinsehen viel mit inneren Verletzungen zu tun, weiß Ulrich Tukur, der sich während der Dreharbeiten oft Gedanken über eigene, vergleichbare Erfahrungen machte: „Sabine Derflinger zeigt den verzweifelten Versuch zweier Menschen, wieder zusammen zu finden. Es ist ein seltsames Lebensprinzip, das ich auch bei mir selbst beobachtet habe: Wenn der eine endlich nachgibt, zieht sich der andere zurück. Wie zwei Magnete, die falsch gepolt sind. Wenn der eine will, will der andere nicht.“
Am 01. August begegnen die Fernsehzuschauer Tukur in dem Dokumentardrama "Der Mann, dem die Frauen vertrauten", für das der Schauspieler in die Rolle des Serienmörders Horst David schlüpfte. Der „Würger von Regensburg“ erdrosselte zwischen 1975 und 1993 sieben Frauen und wurde zu einer zweimal lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.
Für den 23. Oktober steht dann schon die Kinopremiere des Dramas „Nordwand“ an, in dem Tukur einen linientreuen Reporter spielt, der 1936 über die Erstbesteigung der Eiger Nordwand berichten will. Anschließend wird er in der Rolle des deutschen Kaufmanns John Rabe zu sehen sein, der 1937 rund 250.000 Menschen vor dem „Massaker von Nanking“ rettete und als „Schindler Chinas“ in die Geschichte einging.
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