| Der Manager Benny Medina hatte in dieser prekären Situation eine brillante Idee. Er bastelte an einer neuen Sitcom, welche die Alltags-Abenteuer eines sympathischen, besonders smarten und vorwitzigen jungen Mannes erzählen sollte, den es nach Beverly Hills verschlagen hatte. Will Smith, so dachte Medina, wäre dafür die Idealbesetzung, weil er im Grunde nur sein eigenes Leben spielen musste.
Der Plan ging auf, und die NBC-Fernsehserie „Der Prinz von Bel Air“ lief von 1990 bis 1996 mit so großem Erfolg, dass Smith gleichzeitig der Einstieg ins Filmgeschäft gelang. 1993 war er an der Seite von Whoopi Goldberg in der Komödie „Made in America“ zu sehen, und noch im gleichen Jahr bekam er in Fred Schepisis giftiger Satire“ Das Leben – Ein Sechserpack“ seine erste Hauptrolle. Es folgten die genannten „Bad Boys“, „Independence Day“, 1997 der Kassenschlager „Men in black“, in dem Smith als Alien-Jäger „Agent J (Jay)“ mit seinem Kollegen Tommy Lee Jones alias „Agent K (Kay)“ weltweit für Furore sorgte, und schließlich der rasante Thriller „Staatsfeind Nr.1“ (1998).
Erst dann unterlief Smith die erste große Fehlentscheidung. Statt die Hauptrolle des Neo in der Matrix-Trilogie anzunehmen, ließ er sich für den Kino-Flop „Wild Wild West“ (1998) anheuern, um anschließend festzustellen, dass dies tatsächlich „der schlechteste Film war, in dem ich je mitgespielt habe.“ Doch dieser Fauxpas ließ sich schnell wieder ausbügeln, wobei Smith der Umstand, dass ihm ein Filmauftritt pro Jahr zu genügen schien, ganz offenbar zum Vorteil gereichte. Da er für manchen Streifen 20 Millionen Dollar und mehr kassierte, konnte er es freilich auch etwas geruhsamer angehen lassen.
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