| So konnte die Städtische Galerie 2010 eine Rekordbeteiligung von fast 600 internationalen Teilnehmern verzeichnen. Die Bewerber schickten Fotos von ihren Werken und rund 120 von ihnen wurden daraufhin einge-laden, diese im Original einzusenden. Viele, insbesondere auch junge Künstlerinnen und Künstler sind erstmals dabei, und das Länderspektrum reicht von Tschechien bis Südafrika, von Mexiko bis Australien.
Bert Brouwer: The Supremes, 2008 Linolschnitt auf Leinwand, 150 x 200 cm; Foto: FRank Kleinbach, Stuttgart Neben diesem erfreulich großen, steigenden Interesse an dem Wettbewerb be-eindruckt auch die Qualität der eingereichten Arbeiten. Darunter sind so-wohl „klassische“ schwarzweiße wie auch farbintensive Werke, groß- wie kleinformatige Arbeiten, traditionelle technische Herangehensweisen bis hin zu experimentellen Techniken. So wird etwa nicht ausschließlich Pa-pier, sondern auch Leinwand als Bildträger eingesetzt oder die bearbeitete Linoleumplatte nicht nur als Druckstock, sondern selbst als Kunstwerk ver-standen. Dieser Objektcharakter wird auch von anderen Arbeiten aufgegrif-fen, wenn bspw. bedruckte Blätter als Stapel präsentiert werden. Komposi-tionen und Bildinhalte der Exponate repräsentieren ebenso das gesamte stilistische Spektrum der zeitgenössischen Kunst: geometrische und konkrete Tendenzen, gestische Expressivität und Dynamik, Abstraktion und vor allem Figuration – gesellschaftskritische Stellungnahmen sind dabei ebenso präsent wie kontemplative Landschaftsdarstellungen.
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