Originale Zinnfiguren aus drei Jahrhunderten und Repliken aus eigener Herstellung stellt der Ettlinger Sammler Dieter Schwarz für die diesjährige kleine Weihnachtsausstellung des Albgaumuseums zur Verfügung.
Mit dieser Ausstellung wird ein etwas in Vergessenheit geratenes Kunsthandwerk dem Besucher näher gebracht. Viele kennen noch die Aluminiumformen aus der Kinderzeit, womit man aus Bleiabfällen allerlei Tiere und Bäume und vor allem Soldaten herstellte. Heute gibt es solche Formen wieder aus Kunststoff Das Herstellen von Zinnfiguren war einst ein Nebenprodukt der äußerst streng organisierten Zinngießer. So musste der Rat einer Stadt im 18. Jh. darüber entscheiden, ob sich ein Zinngießer in der Stadt niederlassen durfte. Auch das Herstellen von "Tand" und Kinderspielzeug aus Zinn war diesen strengen Regeln unterworfen.
Hochburg der Zinnfigurenherstellung war Nürnberg. Johann Gottfried Hilpert (1732-1795) gravierte dort erstmals um 1775 nach Kupferstichen von J.C.D. Schreber eine Reihe von Schieferformen zur Herstellung einer ganzen Affenserie.
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