| Am 30. März 2007 ging Frau Professor Dr. Erika Rödiger-Diruf in den Ruhestand. Nach Frau Dr. Helga Walter-Dressler war sie die zweite Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe und leitete die Geschicke des Hauses 14 Jahre lang. Bereits für das Prinz-Max-Palais erarbeitete sie zahlreiche Ausstellungen, die in der Fachwelt wie beim Publikum große Anerkennung fanden. 1988 konnte sie „Zurück zur Natur, aber wie? Kunst der letzten 20 Jahre“ eröffnen. Zahlreiche Ausstellungen widmete sie Professoren der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe wie 1991 „Markus Lüpertz. Rezeptionen – Paraphrasen“, 1993 „Georg Baselitz – Gemälde. Schöne und häßliche Porträts“ und 1993/94 „Karl Hubbuch – Retrospektive“. In ihre Amtszeit fiel die Gründung des Förderkreises der Städtischen Galerie Karlsruhe. Und kurz vor dem Umzug in die weitläufigen Räumlichkeiten des Hallenbaus erhielt die Städtische Galerie 1996 dank des großen Engagements von Frau Rödiger-Diruf die bedeutende Kunstsammlung des Kölner Ehepaares Ute und Eberhard Garnatz als Dauerleihgabe. Sie bildet die hervorragende Ergänzung für die Dauerausstellung im neuen Domizil, das in der Nachbarschaft zum renommierten Zentrum für Kunst und Medientechnologie eine besondere Herausforderung darstellt. Zahlreiche Ausstellungen mit internationaler Ausstrahlung wurden hier unter der Leitung von Erika Rödiger-Diruf erarbeitet, wie „Deutsche Künstlerkolonien 1890 – 1910“ (1998/99), „Herausforderung Tier – von Beuys bis Kabakov“ (2000), „Europaweit – Kunst der 60er Jahre“(2002), „Nolde im Dialog 1905 –1913“ (2002/03). Mit der umfangreichen Präsentation „Auf leisen Pfoten – Die Katze in der Kunst“ verabschiedet sich Frau Rödiger-Diruf. Doch dieser Abschied wird nicht abrupt einsetzen. Die Katzen-Ausstellung läuft noch bis zum 15. April 2007 und ihre Veranstaltungsreihe „Die Dinge sehen wie sie sind. Denkanstöße in der Kunst des 20. Jahrhunderts“ hat sie eben erst ins Leben gerufen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Städtischen Galerie wünschen Frau Rödiger-Diruf alles Gute für ihren künftigen Lebensweg.
Das weitere Programm in unserem Jubiläumsjahr – die Städtische Galerie befindet sich seit 10 Jahren im Hallenbau – ist ganz der Kunst im deutschen Südwesten gewidmet: Zunächst eröffnen wir am 11. Mai 2007 die Ausstellung „Von der Zeichnung zur Installation. Hanna Nagel und die Hanna-Nagel-Preisträgerinnen“, die mit der Karlsruher Museumsnacht endet.
Ihre Brigitte Baumstark
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