| In den 1990er Jahren greift Gross dabei auf altdeutsche wie auch auf niederländische Vorbilder zurück. Er beruft sich auf Künstler wie Jacob van Ruisdael oder Albrecht Altdorfer, deren Landschaftsauffassung er in seine persönliche malerische Sprache überträgt. Flüchtigkeit und Veränderung indes kennzeichnen die Serien von Fontänen oder Feuerwerken, die in den sinnlichen Farbstrukturen ihre Entsprechung finden. Die organisch anmutenden Pflanzenfolgen kontrastieren schließlich mit den jüngsten amorphen, kristallinen Gebirgsformationen. Dabei verschließen sie sich – trotz ihrer scheinbaren Fassbarkeit – einer konkreten Zuordnung oder naturalistischen Darstellung. Die Loslösung vom Abbild im Grenzbereich zur Abstraktion macht die Landschaftsbeschreibungen von Erwin Gross zeitlos, zeitgemäß und zeitgenössisch zugleich. Erwin Gross (geb. 1953 in Langenbrücken/Baden) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Professor Peter Ackermann sowie in den „Atelier 63“ in Haarlem in den Niederlanden. 1982 nahm er an der documenta 7 in Kassel teil. Einzelausstellungen fanden u.a. in den Waddington Galleries in London und der Staatlichen Kunsthalle in Baden-Baden statt. Seit 1990 hat Erwin Gross eine Professur für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe inne, seit 2000 ist er auch deren Rektor.
Hinweis: Öffentliche Führungen durch die Präsentation „Erwin Gross. Malerei 1982–2007“ finden jeden Sonntag ab 15 Uhr statt. Parallel dazu wird in der Ausstellung von 15 bis 16.30 Uhr eine spannende Mitmachaktion für Kinder angeboten.
Begleitprogramm zur Ausstellung: Art meets Jazz – Piano Solo im Lichthof 10 zurück zur Übersicht bitte | |