| "Musik baut Europa" - dazu höre ich das Wort MUSIK betont. Das feinstoffliche, unfassbare Phänomen, das kaum der Übersetzung bedarf: Musik ist immer Gegenwart. Voraussetzung ist: sie wird gemacht, gut gemacht.
Wolfgang Rihm
Musik baut Europa Die 21. Europäischen Kulturtage Karlsruhe richten den Blick darauf, welche Kreativität und Schaffenskraft von Karlsruhe ausgehend die Kunst und Kultur in Europa beeinflussen. Im Mittelpunkt steht die zeitgenössische Musik, insbesondere das Werk und künstlerische Umfeld Wolfgang Rihms. Der international renommierte Komponist, ein Sohn Karlsruhes, feiert am 13. März 2012 seinen 60. Geburtstag. Mit seinen Kompositionen stellt sich Wolfgang Rihm in die große europäische Musiktradition, vor deren Hintergrund er ein höchst eigenständiges, vielseitiges und umfangreiches kompositorisches Werk geschaffen hat und schafft. In europäische Dimensionen begibt sich Rihm auch in seinen literarischen Vorlagen: Nietzsche, Artaud, Müller, Rimbaud, Hölderlin und die Figuren der klassischen Mythologie.
Mit über 80 Veranstaltungen, 66 beteiligen Ensembles und Institutionen zeigen die 21. Europäischen Kulturtage Karlsruhe vom 16. März bis 06. April ein spartenübergreifendes Programm, das die Bildende Kunst, den Tanz und den Film ebenso im Blick hat wie die Literatur und die Darstellende Kunst.
Ein weiterer Schwerpunkt im Festival-Programm ist die Vermittlung zeitgenössischer Musik mit dem Titel: „Von Anfang an: Baustelle Musik“. Den neuen Klang in Schulen tragen, das Verständnis für künstlerische Wagnisse wachsen lassen, verstehen, was man im Konzert hört, die musikalischen Gedanken des Komponisten nachvollziehen - das sind nur einige Ansätze der auf Nachhaltigkeit und Förderung ausgerichteten Themenstellung, die in den 21. Europäischen Kulturtagen Karlsruhe verankert ist.
Abenteuer Neue Musik, Musikalische Europakarte, Klangwald, Bauhütte, Kult! Schlag zu! und Doppelgesang, Rihm your street!, Was ist Präsenz?, Rihm is it! oder Vorgeschmeckt - Abgeschmeckt sind Workshops in denen Schülerinnen und Schüler, Kinder und Jugendliche ihre eigene Erfahrung auf sehr unterschiedliche und kreative Art mit diesem Musikgenre machen.
Am 18. März werden die Arbeiten und Performances aus den Workshops der Öffentlichkeit vorgestellt.
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