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Eine Sonderausstellung des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg
Vom Absolutismus zur Bürgerlichkeit - Der Umbruch in der KurpfalzViola Eigenbrodt zur Ausstellung: "So geht hervor ein' neue Zeit" Die Kurpfalz im Übergang an Baden 1803 Kurpfälzisches Museum Heidelberg 19. Oktober 2003 - 18. Januar 2004
Was vor 200 Jahren in unserer Region geschah, zeigt sehr anschaulich die neue Ausstellung des Kurpfälzischen Museums in Heidelberg. "So geht hervor eine neue Zeit", so der Titel der Schau, dichtete seinerzeit Clemens von Brentano. Sein Lied von eines Studenten Ankunft in Heidelberg und sein Traum auf der Brücke gibt Zeugnis von der probadischen Stimmung der Kurpfälzer, die sich der Misswirtschaft Carl Theodors und dessen Epigonen entronnen sahen. Der Umbruch war gewaltig. Für eine Fülle deutscher Klein-und Mittelstaaten beherrschten 1803 Gewinner und Verlierer die politische Bühne links und rechts des Rheins. Vorausgegangen waren die militärischen Konflikte des deutschen Kaisers mit dem revolutionären Frankreich.
Wie wenig dieses umstürzlerische Gedankengut hier zulande auf fruchtbaren Boden stieß, von kleinen Ausnahmen wie der Mainzer Republik einmal abgesehen, läßt sich kaum besser veranschaulichen als auf den Ebenen der Mode, Kunstgewerbe, Inneneinrichtung etc. Das Neufranzosentum war bei der Bevölkerung wegen der Brandschatzung des Landes durch die französischen Soldaten verhasst, man hielt kulturell am ancient regime fest. Als die Kurpfalz ohne größeren Widerstand der Bevölkerung 1803 von Bayern entlassen Baden zufiel, begann etwas Neues. Diese Epoche des Übergangs, das Alte ist noch nicht ganz verschwunden, das Neue setzt sich erst langsam durch, wurde bisher wissenschaftlich wenig bedacht. Daher ist die Ausstellung im Kurpfälzischen Museum in Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar der Universität Heidelberg entstanden, die einen ansehnlichen Katalog hervorgebracht hat.
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