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Das schwarze Schaf - Sabin Drowowitz macht mobilWenn Sabin Drowowitz von ihrer Kindheit und Jugend im fränkischen Ansbach der sechziger Jahre erzählt, klingen ganz massiv die guten alten Zeiten an, in denen eine Frau zu heiraten hatte oder wenigstens einen anständigen Beruf lernen sollte. Beides hat sie zunächst auch getan, und so gar drei Kinder auf die Welt gebracht. Aber, erzählt die unter dem Sternzeichen des Schützen - freiheitsliebend - geborene Künstlerin: “ Ich wollte immer zwei oder drei Kinder haben, aber keinen Mann”, und lacht. Dass diese sie dennoch schon immer umschwärmten führte dann zu ihrer Verheiratung im zarten Alter von neunzehn Jahren.
“Mir blieb überhaupt nichts anderes übrig”, meint Drowowitz, die bis zum heutigen Tage um die Anerkennung ihrer Eltern kämpft. “Nicht einmal ein einziges Bild hängt bei ihnen zuhause”, meint sie traurig, weil sei nicht die gleiche bürgerliche Karriere wie ihre Schwester eingeschlagen habe, privat schon erst recht nicht. Den Eltern zuliebe hatte die Malerin, die, wie sei mehrfach erklärt, schon seit ihrer Kindheit hatte malen wollen, für die Stadt gearbeitet, bis sie sich dann im Erziehungsurlaub einen großen Wunsch erfüllte: sie begann bei der Kulturpreisträgerin der Stadt Ansbach und GEDOK Gründungsmitglied Waltraut Beck eine Ausbildung als Privatschülerin. Sie erlernte hier alle Techniken von der Guache bis zur Radierung, und stellte bereits zu dieser Zeit schon aus. Es folgt eine Weiterbildungen bei der Akademie Faber-Castell, gleichzeitig unterrichtet sie. Nachdem Sabin Drowowitz 1993 nach Heidelberg kam, schloss sie sich der Ateliergemeinschaft des Künstlers Piotr Skroban an und ist zusätzlich an der Akademie von Prof. Wolf Wrisch in Rhodt/ Pfalz tätig.
Nun wird sie nach einer längeren Babypause und gesundheitlichen Problemen wieder aktiv: “Malerei ist für mich Berufung”, kommentiert die aktive Frau ihr Wiedereintauchen in die Arbeit, die nie ganz aufgegeben hatte. Dabei verfolgte sie eine bewußte Ablösung von der abstrakten zur realistischen Kunst, eine Form der Kunst, die in der Zwischenzeit wieder modern geworden ist. Die jüngere Künstlergeneration schaut wieder auf die ganz reale Wirklichkeit, von der sie poetisch wie auch kritisch erzählen will. So interpretiert sie auch die Tendenz der gegenwärtigen Künstlergeneration, als eine, die etwas zu erzählen habe und zieht Inhalte wie Liebe, Natur, besonders den Menschen als existentielle Themen der abstrakten, manchmal dekorativ wirkenden Kunst vor. “ Ich bin aber als Künstlerin noch lange nicht am Ziel angekommen”, berichtet Sabin, wie dieses aussehen soll, läßt sie bewusst offen. Nach einer sehr konkreten Auseinandersetzung mit der Aktmalerei, einer Reihe, die sie “Mann mit Gitarre” nennt und damit eines ihrer Lieblingsthemen aufgreift, widmet sich die lebenslustige Fränkin zur Zeit einem aktuellen Thema: Liebe in Zeiten des Internets: Neu.de.
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