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zur Ausstellung im Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim "Der geschmiedete Himmel – die Himmelsscheibe vonNebra"
Der Himmel ist eine Scheibe - Sternenkunde aus der Bronzezeit"Von den Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hatte, wissen wir relativ wenig, aber dass Astronomie und Astrologie eng zusammen gehörten, ist bekannt. Vielleicht verbirgt sich darin auch die Faszination dieser kleinen Scheibe, und der Tatsache, dass wir unseren Altvorderen immer noch viel zu wenig zutrauen. Aber die Welt wurde vor Einstein erfunden, und Ausstellungen wie diese Schau in den Reissmuseen beweisen es. Ganze 32 Zentimeter ist sie groß, die sog. Himmelscheibe von Nebra aus Sachsen-Anhalt, 4,5 mm in der Mitte dick und wiegt ungefähr zwie Kilo. Ihre unsachgemäße Bergung durch Raubgräber 1999 bedeuteten für den sensationellen Fund nicht nur Beschädigungen, sondern auch Zweifel an seiner Echtheit - von Anfang an.
Doch da kam aus österreichischen Landen ein Materialforscher daher, der passenderweise am Heidelberger Max-Planck-Institut promoviert hatte und bewies sie, des Echtheit des beeindruckenden Objekts. C 14 fiel aus, da Bronze keinen Kohlenstoff enthält, der Teilchenbeschleuniger belegte aber schon die Authentizität des Goldauflagen, das Alter konnte aber nicht bestimmt werden. Das Landeskriminalamt kam zur Hilfe und bestätigte die von den Archäologen durch Stilvergleiche der Beifunde, Schwerter und Beile, vorgenomme Datierung mit einem Rasterelektronenmikroskop auf 3600 Jahre. Nun mag es bekannt sein, dass die alten Ägypter und ihre vorderasiatischen Nachbarn fundamentale Erkenntnisse über den Gang der Gestirne hatten, aber die “ollen” Germanen, die doch nur metsaufend durch die Wälder strolchten und Römer erlegten?
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