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© Foto: Viola Eigenbrodt Ist man erst einmal in der Luft, stört auch der Rotorenlärm nicht mehr so sehr, und die unvergleichliche Landschaft, durch die man getragen wird, entschädigt sowieso. Hier glitzert eben noch eine Skipiste oder eine überzuckerte Hochalm, dort im nächsten Moment ein jadegrüner Bergsee. Manchmal schauen sie wie runde Knöpfe auf einem weißen Hemd zu uns nach oben. Einzelne Stadel säumen den Weg, alte Burgen ragen wie Adlerhorste in den Himmel, der strahlend alle Vorurteile gegenüber der Alpensüdseite bestätigt. Weich zeichnen sich in der Ferne 3000er ab, sanft wie die Hügelketten in Abendlicht der Toscana. Weite Täler zwischen hohen Bergrücken, durch die sich glitzernd die Etsch schlängelt, Kirchturmspitzen begrüßen das seltsame Flugobjekt. Und einsam erscheinen die Wege von hier oben, fast kein Mensch ist zu sehen. Fast glaubt man die Trentiner Bären brummen zu hören, die nun allmählich erwachen und wieder frische Luft schnuppern nach ihrem langen Winterschlaf. Freiheit, auch unter den Wolken, das Gefühl unendlicher Freiheit stellt sich ein und das Glück, einen solchen Ausblick genießen zu dürfen. In der Ferne deutet sich ein zarter Umriß an, könnte es bereits das “Gardameer” sein, wie manche Südtiroler den im Sommer tatsächlich blauschimmernden See liebevoll nennen.
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