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Eine Frau, viele Taten und nun der "alternative Nobelpreis": die Südtirolerin Monika HauserFrage 1:
Sexualisierte Gewalt an Frauen - könnten politische Entscheidungen helfen oder gelten solche Gewaltverbrechen noch immer zu oft als Kavaliersdelikte?
Monika Hauser © Foto: Günter Dürr Antwort: Ja, politische Entscheidungen können helfen, wie z.B. die UN Resolution 1820: da wurde ganz klar festgeschrieben, dass diese Gewalt schwere Menschenrechtsverbrechen sind. Wenn diese Resolutionen allerdings nicht umgesetzt werden, wie m Kongo, nutzen sie den Frauen leider nicht sehr viel. Öffentlichkeit kann dabei sehr viel helfen, deswegen betreiben wir so viel Aufklärung, wie wir können, auch wenn das eine wirkliche Sisyphusarbeit ist.
Es gibt nicht genug Interesse bei den Medien, es gibt Widerstände in einer noch immer von den Männern beherrschten Welt, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, sie werden aktiv ausgegrenzt. Man muss dabei auch aufpassen, dass die Berichterstattung von Kriegsverbrechen nicht instrumentalisiert wird, denn auch in unseren westlichen Ländern gibt es noch sehr viele Gewalt gegen Frauen, nicht nur bei den Migranten, sondern bei Heimischen genauso. Aber die Frauen haben sich dennoch in der Zwischenzeit viele Räume erobert, die Entwicklung zu einer echten Gleichberechtigung ist langsam, aber nicht aufzuhalten.
Frauenpolitische Arbeit lief in den Achtziger Jahren besser, es gab zu Beginn der Neunziger Jahre einen Backlash, den es nun wieder aufzuholen gilt.
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