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Die Kulturgeschichte des Wahnsinns - Thomas Röske ist der neue Leiter der PrinzhornsammlungVom Hohen Norden kommt er her und bringt eine frische Brise in die beinahe hundert Jahre alte Sammlung "wahnsinniger Kunst". Der vierzigjährige Kunsthistoriker hat sich schon als Jugendlicher für die kreativen Auswüchse psychiatrischer Patienten interessiert.
Die Taschenbücher Leo Navratils, eines Wiener Psychiaters, faszinierten den jungen Mann. In ihnen beschreibt Navratil die Beziehung zwischen Kunst und Wahnsinn, denn er selbst förderte seine Patienten in der Auseinandersetzung mit Kunst. Schließlich sah Röske die Prinzhornsammlung in seiner Vaterstadt Hamburg im Jahre 1980. Es folgte ein Studium der Kunstgeschichte, Musikwissenschaften und Psychologie. "Ich könnte ohne Musik und Kunst nicht leben", lächelt Röske. Schon lange beschäftigen den neuen Leiter einer einzigartigen Sammlung die sog. "Outsider Art", eine Kunstform, deren enorm gewachsener Stellenwert sich an den Messen ablesen lässt, auf denen sie vertreten ist: New York und die Kölner Kunstmesse zeigten Werke.
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