| Bilder in meinem Kopf
Überlegungen angesichts der Fotokunst von Ursula Fleischmann Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild, oder? Ursula Fleischmann fotografiert. Für mich sind ihre Fotografien ganz besondere Bilder. Warum das so ist, was mich hier so nachhaltig tangiert, kann ich auf Anhieb nicht sagen. Gehen wir also suchen.
Auf meine Frage nach "Vorbildern, Inspirationen" nennt die Künstlerin Fotografen wie Boris Mikhailov oder Cindy Sherman, die Maler Mark Rothko und J.M. Turner, aus der Literatur vor allem die russischen Surrealisten. Aber auch Filmemacher wie David Lynch und der Architekt Frank O. Gehry inspirieren Ursula Fleischmann in ihrer eigenen Arbeit.
Dahab, 1995 Color-Fotografie, 123 x 183 cm big (89 K) auf Klick Die Beschäftigung mit der fotografischen Arbeit Ursula Fleischmanns gibt uns Gelegenheit, anzuknüpfen an die früher begonnenen Überlegungen über das Medium der Fotografie insgesamt: Wenn wir versuchen, ganz klar zu sehen und uns nichts einzureden, dann werden wir erkennen: die Bilder sind das, was sie sind: nämlich Bilder in unseren Köpfen. Das ist ganz einfach gemeint: das Bild an der Wand etwa, das wir (zu mehreren davorstehend) ansehen, ist (noch) nicht unser Bild, weil jeder Einzelne es anders sieht.
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