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LUC WOLFF | NULL SET | 15.09. bis 28.10.2001
Dr. Andreas Jürgensen, der neue Direktor im Württembergischen Kunstverein Stuttgart, eröffnet sein
Ausstellungsprogramm mit NULL SET, einer Einzelausstellung des in Berlin lebenden Luxemburger Künstlers Luc Wolff.
Luc Wolff (geb. 1954) arbeitet an den Randzonen von Architektur und Stadträumen. Seine Installationen sind
minimalistische Diskurse in sozial-räumlichen Kontexten. Seit Anfang der 90er Jahre markiert er autonome Orte durch
einfache Arbeitshandlungen, die sich einem rezipierbaren Kunstzusammenhang zunächst entziehen. Dies galt insbesondere
auch für seinen Beitrag für Luxemburg auf der Biennale in Venedig 1997, MAGAZZINO. In NULL SET
(deutsch: leere Menge) geht es dem Künstler um die Frage nach der kulturellen und darüber hinaus für
den Menschen existentiellen Bedeutung des freien, unvereinnahmten Raumes. Dabei ist auch die Frage nach dem idealen
Umgang mit Freiraum von besonderer Relevanz.
NULL SET besteht aus vier Teilen. Der große, quadratische Saal im Neubau des Kunstvereins (White Cube) steht im
Mittelpunkt der Installation. Die dezente Absperrung und der Blumenschmuck am Eingang stehen für die programmatische
Huldigung an den unbesetzten Raum. Im Vorraum der Halle geht es merkantil zu. An einem Verkaufsstand werden den Besuchern
(in Form sog. StarterKits) Materialien angeboten, die es ihnen ermöglichen, im privaten wie auch im öffentlichen
Bereich Leerstellen zu markieren und zu schützen. Mit Tischen und Stühlen installiert Luc Wolff, ebenfalls vor
den Türen des großen Saales, eine Diskussionsplattform. Hier wird am 20. Oktober eine Diskussion über die
grundlegende Thematik von NULL SET stattfinden. Wesentlicher Bestandteil des Projekts ist schließlich die Einrichtung
der WebSite www.vacancy-worldwide.net, die unterschiedlichen Projekten und Publikationen sowie der wissenschaftlichen
Diskussion zum Thema ein öffentliches Forum gibt.
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