| 2007 ist ein besonderes Jahr, denn am 18. Oktober 2007 feiert das ZKM sein 10-jähriges Bestehen im ehemaligen Hallenbau A. Im Jubiläumsjahr 2007 wird das ZKM im Programm neue Aspekte der beiden Begriffe ent-falten, die im Namen des ZKM enthalten sind, nämlich »Kunst« und »Medientechnologie« sowie deren Wechselwirkungen.
Auf die Geschichte und Zukunft der Medientechnologie beziehen sich folgende Ausstellungen: »Johann Wolfgang von Kempelen« (1734-1804) präsentiert Arbeiten des Erfinders der Schach- und Sprechautomaten. »Bit.International« zeigt, wie in den 1960er Jahren die »thinking machines« in das Feld der Kunst einzogen, als von der Konkreten Kunst bis zur frühen Computer-Grafik Kunst mit oder ohne Computer programmiert wurde. »Mind Frames« gibt einen Überblick über die erste Medienakademie der Welt in Buffalo in den 1970er und 1980er Jahren. Die Zukunft der Medienkunst in einer postmedialen Ära wird in »The Century of the Consumer« vorgestellt.
Eine zweite Programmlinie bezieht sich auf die mögliche Veränderung der Mission des Museums im Zeitalter der Globalisierung. Ein mehrjäriges Projekt von Hans Belting und Andrea Buddensieg, mit dem Titel »The Global Challenge of Art Museums« wird dieses Thema in einer ausführliche Publikation und einer Ausstellung wissenschaftlich aufarbeiten. Die globale Herausforderung der Kunst wird, wie bereits durch die Aus-stellung »totalstadt. beijing case«, auch durch eine große Überblicksausstellung über die Kunst in Asien (»Thermocline of Art. New Asian Wa-ves«) untersucht.
Die mit dem renommierten Kuratorenpaar Felix Ensslin und Ellen Blumenstein konzipierte Ausstellung »Zwischen Zwei Toden. Subject of the West« widmet sich der kritischen Gleichung zwischen Subjekt und Sy-stem, Individuum und Institution im Westen unter dem Druck der Globalisierung. Die Ausstellung »Paul Thek. Against Interpretation« lokalisiert den Beginn der Krise und deren Fortsetzung in den Environments zeitgenössischer Künstler. Die Ausstellung »Medium Religion« bezieht sich schwerpunktmässig auf die Dispute der drei monotheistischen Religionen, Christentum, Judentum und Islam und deren Konflikte im Zeitalter globaler Medialität schärfer werden und unsere Gesellschaft in höchstem Maße beeinflussen.
Die dritte Programmlinie, die Beziehung zwischen Kunst und Medien, wird die Ausstellung »Imagination becomes Reality« mit Werken aus der Sammlung Goetz untersuchen, die einen um die Medien erweiterten Malereibegriff vorstellt
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