| ZKM | Museum für Neue Kunst Eröffnung: Fr, 16.09.2011, 19 Uhr im ZKM_Foyer
Online-Ausstellung:
Zander Blom: "The Drain of Progress.", 2006
Pieter Hugo: "Nollywood. Chris Nkulo and Patience Umeh. Enugu, Nigeria", 2008
Anna Jermolaewa: "Kremelin Doppelgänger", 2009
Liu Ding: "Omission", 2009
Raqs Media Collective: "Escapement", 2009
Hito Steyerl,"„In Free Fall", 2010
Anna Jermolaewa: "Kremelin Doppelgänger", 2009
Pieter Hugo: "Nollywood. Chris Nkulo and Patience Umeh. Enugu, Nigeria", 2008
SOSka group: "Barter", 2007
Pieter Hugo: "Nollywood. Escort Kama. Enugu, Nigeria", 2008
Anna Jermolaewa: "remlin: Doppelgänger", 2009 Fotoserie, je 50 x 35 cm, gerahmt | Courtesy Kerstin Engholm Galerie, Wien | © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 "Die Globalisierung als eine Phase geopolitischer Wandlung der Welt ist zugleich eine Wandlung der Kunst, ihrer Produktionsbedingungen und der Möglichkeiten ihrer Verbreitung und Präsenz. Zugleich stehen die KünstlerInnen und vor allem die Institutionen der Kunst – Großausstellungen, Museen, der Markt – vor der Frage, wie weit Kunst »global« gedacht werden kann und muss – und wie sich dies auf ihre eigenen Arbeitsweisen niederschlägt. Die Ausstellung »The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989« wird mittels dokumentarischer Materialien und künstlerischer Positionen untersuchen, wie die Globalisierung mit ihren dominanten Marktmechanismen einerseits und ihren Utopien der Vernetzung und Freizügigkeit andererseits auf die unterschiedlichen Sphären der Kunstproduktion und -rezeption einwirkt.
Diese Auseinandersetzung mit den maßgeblichen Institutionen und Dispositiven der Kunstwelt soll abbilden, auf welche Weise Globalisierung Kunst prägt und zugleich zum Thema künstlerischer Produktion wird, die keineswegs ohne Bewusstsein ihrer eigenen Bedingungen und Parameter erzeugt und rezipiert wird. Als eine im besten Sinne utopische »Fabrik« und Arbeitsstätte will das ZKM | Karlsruhe mit »The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989« diese Bedingungen, die auch den Alltag jenseits der Kunstwelten prägen, selbst zur Diskussion stellen und aus dem Museum einen Ort des Zeitgenössischen machen, in dem lokale Zeiterfahrung die Einheit der neuen »Weltzeit« unterläuft. Das Konzept der Ausstellung ist Teil des Forschungsprojekts »Global Art and the Museum« (GAM), das 2006 von Hans Belting und Peter Weibel am ZKM initiiert wurde. In den vergangenen zwei Jahren wurde hier ein Netzwerk mit ProtagonistInnen und Institutionen der globalen Kunstszene geknüpft und über mehrere Seminare und Konferenzen in Karlsruhe und dem Ausland gefestigt und erweitert. Der in bislang zwei Publikationen und einer extensiven Website festgehaltene Diskurs bildet so das thematische Gerüst der Ausstellung und wird durch die experimentelle Umsetzung in »The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989« wieder in das Projekt GAM zurückgespiegelt.
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