| ZKM | Museum für Neue Kunst, Lichthof 2 Projekträume im Erdgeschoss, 1.+2. Obergeschoss: Endpräsentation des Stipendiatenprojekts "Beijing Case" Der rasante Aufstieg Chinas zu einer Wirtschaftsmacht ist ins Zentrum der medialen Aufmerksamkeit gerückt. Obwohl das Land in der westli-chen Welt zunehmend als wirtschaftlicher Konkurrent und politischer Partner wahrgenommen wird, wissen wir vergleichsweise wenig über gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen.
Der Urbanisierungsprozess in Peking
Das städtische Wachstum vollzieht sich mit einem für uns unvorstellba-ren Energie-, Land- und Materialverbrauch. Mehr als 40% der Menschen im bevölkerungsreichsten Land der Erde leben mittlerweile in Städten, 60%, d. h., 800 Millionen werden es bis 2020 sein. Konventionelle städ-teplanerische Ansätze stoßen in Peking aufgrund der rapiden Entwick-lungen an ihre Grenzen, und der offizielle Masterplan spielt in der Reali-tät nur eine periphere Rolle. Wer im komplexen Urbanisierungsprozess welche Entscheidungen fällt, ist häufig undurchschaubar. Lukrative Bau-vorhaben stehen im Vordergrund, während der gesamtstädtische Kontext häufig ignoriert wird. International renommierte Architekturbüros wie Rem Koolhaas, von GMP (Gerkan, Marg und Partner) oder Herzog & de Meu-ron machen momentan in Peking Station und tragen maßgeblich zur Umgestaltung des neuen Pekings bei. Im Stadtbild entstehen neue »landmarks« – das bekannteste ist mit Sicherheit der CCTV Tower von Rem Koolhaas. Pekings Gesicht verändert sich rasant: Ganze Stadtvier-tel verschwinden, neue entstehen und Umsiedlungen finden im großen Stil statt.
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