| Schauen wir, ob Susanne Zuehlkes Arbeiten uns helfen, der Faszination des Ungegenständlichen auf die Schliche zu kommen. Während sie früher Porträts (im Sinne “wiedererkennbarer“ Gesichter) gemalt hat, genügt ihr heute, einen Kopf nurmehr gestisch anzudeuten. Ob damit eine konkret existierende Person in Verbindung gebracht werden kann oder nicht, bleibt unerahnbar.
"Rave I", 1998 120 x 90 cm, Eitempera auf Nessel Big (43K) auf Klick Meine eigene Formulierung (“genügt ihr heute“) verrät (m)ein Vorurteil: daß nämlich die Idee des Kopfes, des Gesichts weniger sei als die individuelle Ausarbeitung des Bildes vom konkreten Beispielfall.
Der Begriff “Idee“ wiederum suggeriert dem Philosophen fast unmittelbar das Gegenteil: die Idee des Gesichts ist (repräsentiert) das wahre Gesicht, während jede Abbildung eines real-konkreten Gesichts nur ein notwendig unvollkommener Versuch ist zur Annährung an die Idee, zur “Darstellung“ eines Gesichts.
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